Was ist DTF Transferdruck?
Veröffentlicht: 2026-08-22
DTF steht für Direct to Film. Das Motiv wird zunächst auf eine spezielle Transferfolie gedruckt, mit einem Schmelzkleber vorbereitet und anschließend mit einer Transferpresse auf das Textil übertragen. Der große Vorteil für viele Textildruck-Projekte: Das Motiv muss nicht auf eine bestimmte Anzahl Farben reduziert werden. Logos, Farbverläufe, feine Konturen und mehrfarbige Designs lassen sich in einer gemeinsamen Druckdatei vorbereiten.
Wie läuft DTF grundsätzlich ab?
Am Anfang steht eine saubere Druckdatei. Für freistehende Motive ist eine transparente PNG-Datei besonders praktisch. Das Motiv wird auf Film gedruckt, mit Schmelzkleber versehen und für die spätere Verarbeitung vorbereitet. Beim Kunden wird der fertige Transfer mit einer geeigneten Transferpresse auf das Textil übertragen. Die konkreten WERK91-Richtwerte für Temperatur, Presszeit, Druck, Peel und Nachpressen findest du in unserer Pressanleitung.
Für welche Motive ist DTF geeignet?
DTF wird häufig für Firmenlogos, Vereinsmotive, Merch-Designs, Brustlogos, Rückenprints, Schriftzüge und detailreiche Grafiken verwendet. Wichtig ist weniger die Anzahl der Farben als die Qualität der Ausgangsdatei. Eine kleine, pixelige Grafik wird durch bloßes Vergrößern nicht automatisch scharf. Deshalb empfehlen wir 300 DPI in der tatsächlichen späteren Druckgröße.
Welche Textilien kommen infrage?
Viele geeignete Baumwoll-, Polyester- und Mischgewebe können mit DTF verarbeitet werden. Entscheidend ist, dass das Textil die notwendige Wärme und den Pressvorgang verträgt. Bei Polyester kann zusätzlich Farbmigration eine Rolle spielen. Bei unbekannten, beschichteten oder hitzeempfindlichen Textilien ist ein Test sinnvoll.
Einzeltransfer oder Gang Sheet?
Wenn du nur ein einzelnes Logo oder wenige Motive benötigst, sind Einzeltransfers der einfache Weg. Hast du viele Motive, lohnt sich ein 32 × 100 cm Standard Gang Sheet. Wenn du noch keinen fertigen Druckbogen hast, kannst du die Motive im Gang Sheet Editor selbst platzieren.
Was unterscheidet DTF von klassischen Transferverfahren?
Bei DTF wird das Motiv als kompletter Transfer vorbereitet und später aufgepresst. Dadurch eignet sich das Verfahren besonders für kleine und mittlere Stückzahlen, wechselnde Motive und farbige Designs. Welches Verfahren für ein Projekt am besten ist, hängt dennoch von Textil, Motiv, Auflage und gewünschter Haptik ab.
DTF im praktischen Bestellablauf
Für die Bestellung ist zuerst entscheidend, in welcher Form deine Druckdaten vorliegen. Hast du nur ein fertiges Motiv, musst du nicht erst einen kompletten Druckbogen bauen. Dafür gibt es Einzeltransfers. Hast du dagegen bereits viele Motive selbst auf 32 × 100 cm angeordnet, ist der Standard-Upload der direkte Weg. Liegen die Motive einzeln vor, übernimmt der Gang Sheet Editor die Zusammenstellung. Diese klare Trennung soll verhindern, dass du für einen einfachen Auftrag unnötig viele Schritte durchlaufen musst.
Was bedeutet „druckfertig“?
Eine Datei ist nicht allein deshalb druckfertig, weil sie sich öffnen lässt. Entscheidend sind tatsächliche Druckgröße, ausreichende Auflösung, saubere Kanten, gewünschte Transparenz und der korrekte Inhalt. Bei freistehenden Motiven sollte kein unbeabsichtigter weißer Hintergrund vorhanden sein. Schriften und feine Details müssen in der vorgesehenen Größe noch klar erkennbar sein. Auf der Seite DTF Druckdaten findest du die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst.
Warum eignet sich DTF für wechselnde Motive?
Bei vielen Projekten ändern sich Namen, Logos, Größen oder Stückzahlen regelmäßig. DTF eignet sich dafür, weil einzelne Motive oder gemischte Gang Sheets ohne eine einheitliche Farbanzahl vorbereitet werden können. Ein Verein kann beispielsweise Brustlogo, Rückenmotiv und unterschiedliche Größen gemeinsam planen. Ein Textilveredler kann mehrere Kundenmotive auf einer Fläche kombinieren, sofern die Dateien und Rechte dafür passen.
Was musst du beim Aufpressen beachten?
Der Transfer ist erst ein Teil des Ergebnisses. Die Verbindung mit dem Textil entsteht beim Pressen. Temperatur, Zeit, Druck, Peel und Nachpressen müssen zum aktuell verwendeten Transfersystem passen. Deshalb veröffentlicht WERK91 die Werte zentral in der Pressanleitung, statt sie an mehreren Stellen fest einzuprogrammieren. Ändert sich ein Material oder eine Verarbeitungsvorgabe, muss dadurch nur eine zentrale Quelle aktualisiert werden.
Für kleine und größere Bestellungen
DTFWERK91 ist bewusst so aufgebaut, dass sowohl ein einzelnes Motiv als auch größere Mengen sinnvoll bestellt werden können. Einzeltransfers senken die Einstiegshürde. Gang Sheets nutzen die Fläche effizienter, wenn mehrere Motive benötigt werden. Die aktuell gültigen Preise und Staffelungen werden direkt aus dem Produktsystem geladen und nicht in diesem Ratgeber festgeschrieben.